W. A. Retzlaff

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Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

Wolfgang August Retzlaffs Weg und Aufstieg über die letzten 170 Jahre im Orden der göttlichen Auferstehung kann vielleicht nicht als einzigartig, aber doch als bemerkenswert bezeichnen werden.

Der Anfang - Viktorianische Zeit, ES 6-

Retzlaff wird 1852 in Marienburg, Pommern als Sohn einer alteingesessenen Kaufmannsfamilie geboren. Er genoss eine fundierte kaufmännische Ausbildung dieser Zeit, die auch ein paar Reisen innerhalb des neu gegründeten deutschen Kaiserreiches umfasste.


Sein erster Kontakt zum Orden der göttlichen Auferstehung erfolgte 1875, kurz nach seiner Vermählung mit Katharina Borchert. Ihre Familie gehörte zu diesem Zeitpunkt bereits seit fünf Generationen zum Ring in Marienburg und führte Wolfgang August nach der Hochzeit in den Ring ein.


Wenige Jahre später verstarb seine geliebte Katharina, viel zu jung und überraschend. Die Ärzte diagnostizierten ein spontanes Organversagen, wodurch ihr das Ritual zum Übergang des Geistes verwehrt blieb. Dieser für Retzlaff einschneidende Schicksalsschlag führte zu einem aufkeimenden Interesse an der Medizin, das durch den Orden wohlwollend unterstützt wurde.


In der Zeit zwischen 1890 und 1900 unternahm er im Auftrag des Ordens zwei längere Reise nach Ägypten und Indien. Neben den okkulten Nachforschungen, die zum Fund des Armbands des Willens (s.u.) führten, ging er stets auch seinen persönlichen Recherchen in alten medizinischen Aufzeichnungen und Überlieferungen nach.


Aus Indien brachte er eine Chikungunya-Infektion mit, seit dieser Reise plagten seinen damaligen Körper immer wieder unspezifische Muskel- und Gelenkschmerzen.


In einer Neumondnacht des Jahres 1916 wurde mit ihm aufgrund seiner Verdienste für den Orden und seinem erkennbaren Potential das Ritual zum Übergang des Geistes in einen neuen, jungen und gesunden Körper vollzogen. Seinen ersten Ring der Reinkarnation trägt er seitdem an der linken Hand.


Wolfgang August Retzlaff

Kaufmann, Expeditionsreisender im Auftrag des Ordens


Retzlaff ist in seinem ersten Leben ein mittelgroßer, hagerer Mann. Was auch seiner späteren Frau an ihm zu erst auffiel, waren sein intelligenter, beobachtender Blick und die Vitalität, die er ausstrahlte.


ST 11 KO 15 (robust) GE 14 (flink) IN 15 (scharfsinnig) EN 14 (willensstark) CH 10


Wichtige Fertigkeiten: Buchführung, Bürokratie, Fremdsprache (Englisch, Latein, Griechisch), Nahkampfwaffen (Säbel), Okkultismus, Psychologie, Unnatürliches Wissen.


Spzialtrainings: Geheimcodes (IN).


Besonderheiten: Novize des Ordens der göttlichen Auferstehung, Ring Marienburg.


Armband des Willens: Dieses Armband, das er seit seiner Reise nach Indien trägt, ist aus Silber gefertigt und muss nach den eingravierten Zeichen einer frühen Indus-Kultur zugeschrieben werden. Es erlaubt nach einem gewissen Zeitraum der Meditation das Speichern von Willenskraftpunkten (1W10 WP). Diese können später wieder abgerufen werden.

Szenarioaufhänger

  • Auf Reisen nach / in Indien und Ägypten können Hinweise auf die Expeditionen des Ordens gefunden werden oder die Expedition selber kann angetroffen werden / kreuzt immer wieder die Wege der Charaktere. Die Mitglieder sind sehr schweigsam über das Ziel der Expedition, machen ein richtiges Geheimnis daraus. Es scheint um Reinkarnation, Astronomie und Transzendenz zu gehen.
  • 1887 wird in die königliche Bibliothek von Regensburg eingebrochen und es werden einige alte Folianten gestohlen. Der Nachtwächter wird mit einer Stichwunde im Bauch und durchgeschnittener Kehle tot aufgefunden. Zu den Verdächtigen gehören auch die Mitglieder einer preußischen Handelsdelegation, die zu dieser Zeit in der Stadt ihren Geschäften nachgehen.

Erster Ring - Die goldenen Zwanziger, ES 6+

Dr. Wolfgang August Retzlaff ist Ende der 1920er ein junger Doktor der Medizin, Fachgebiet Chirurgie. Sein persönliches Forschungsgebiet ist die Transplantalogie, ein Gebiet der Medizin, das in den 1920er und 1930er noch in seinen frühen Anfängen steckt.


In seiner jungen, neuen Hülle nahm er ein Medizinstudium in Berlin auf. Die Transplantalogie als sein persönliches Forschungsgebiet begleitet ihn seit dieser Zeit. Welches dunkle und okkulte Wissen aus seinen vergangenen Reisen dabei jene Forschung inspiriert, wissen dabei nur er und die Götter.


Triebfeder sind sicherlich die Stärkung des Ordens, sein persönlicher Ruhm und der nie verwundene frühe Tod seiner geliebten Frau Katharina.


Auffällig war sein für seine Jugend unübliches Detailwissen um die zweite Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts.


Vor und während des zweiten Weltkriegs war er in der Begegnungsstätte der göttlichen Auferstehung tätig. Dann tauchte er für mehrere Jahre unter falschem Namen in Südafrika unter, kehrte jedoch Ende der 1960er Jahre zurück.


Dr. Wolfgang August Retzlaff

Chirurg, Transplantations-Forscher, Ringträger


Retzlaff ist in seiner Hülle (Körper) dieser Zeit ein großer, hagerer Mann, in dessen stechenden Augen sich seine Intelligenz und Arroganz widerspiegelt. Seine Kollegen würden ihn als sorgfältigen, akkuraten und auffällig narzisstischen Mediziner beschreiben.


ST 10 KO 17 (unermüdlich) GE 16 (fingerfertig) IN 17 (brillant) EN 15 (willensstark) CH 8 (unangenehm)


Wichtige Fertigkeiten: Buchführung, Bürokratie, Erste Hilfe, Fremdsprache (Englisch, Latein, Griechisch), Medizin (Chirurgie), Nahkampfwaffen (Säbel), Okkultismus, Pharmazie, Psychologie, Unnatürliches Wissen.


Spzialtrainings: Geheimcodes (IN).


… und noch einige mehr, die er sich in fast 90 Jahren erworben hat.


Besonderheiten: Mitglied des Ordens der göttlichen Auferstehung, Ring Marienburg.


Erster Ring der Reinkarnation: Der Ring ist gefertigt aus einem extrem seltenen Eisencarbit-Metall, welches heute als Edscottit bekannt ist und nicht natürlich auf der Erde vorkommt. Der Ring ist matt schwarz und rot und sieht, seiner Herkunft entsprechend, nicht wie von dieser Welt stammend aus. Retzlaff trägt ihn am Ringfinger der linken Hand.


Armband des Willens: Siehe oben.

Szenarioaufhänger

  • Ein angehender Arzt soll für frische Leichen gut bezahlen. Seine Forschungen sind wohl an der Universität nicht gerne gesehen. Auch Unmengen von toten Versuchstieren, zum größten Teil Schweine, müssen entsorgt werden, ohne dass es Aufsehen erregt. Dann werden seine Wünsche konkreter, jetzt geht es um lebende, teils schwer kranke Menschen. Einige kehren wieder und sind, zumindest kurzzeitig, deutlich gesünder oder in einem deutlich besseren Zustand als vor der besonderen Behandlung durch den Arzt.
  • Den Angehörigen eines der Hilfsbedürftigen in der Begegnungsstätte der göttlichen Auferstehung wird eine Besuchsmöglichkeit mit fadenscheinigen Begründungen mehrfach verwehrt. Einer der Gründe ist die Anweisung des behandelnden Arztes Dr. Retzlaff. Die Angehörigen beschließen mit Freunden in die Begegnungsstätte der göttlichen Auferstehung einzudringen.
  • Gegen Ende des Krieges erreicht ein Aufklärungstrupp der Alliierten die Begegnungsstätte. Da der Orden sich die Möglichkeit auf eine spätere Einigung zur Fortführung des Einrichtungsbetriebs nicht verderben möchte, müssen die verborgenen Aktivitäten auch verborgen bleiben. Koste es was es wolle.

Zweiter Ring - Gegenwart, ES 8+

Seinen zweiten Ring erhielt Wolgang August Retzlaff 1972, im Jahr der Olympischen Sommerspiele in Deutschland. Nachdem sich die Transplantalogie für seine Zwecke und die des Ordens als Sackgasse herausgestellt hatte, wandte er sich dem neuen Feld der Gentechnik zu. Mitte der 90er Jahre beteiligte er sich am Humangenomprojekt, wobei er dies mit einer sehr eigenen Nutzenerwartung tat.


Als Verbindung in sein erstes Leben und als ewiges Bindeglied zu seiner geliebten Frau Katharina beschäftigt er sich intensiv mit der viktorianischen Zeit, insbesondere mit den damals gegebenen medizinischen Möglichkeiten. Diesem Steckenpferd geht er als Vorsitzender der Viktorianer (s. u.) nach und publiziert auch regelmäßig zu diesem Thema. Sein außerordentliches und lebhaftes Wissen um diese Zeit und auch die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts sorgt immer wieder für Erstaunen.

1997 besucht er den Ring in Riga und nimmt an einem Ritual zur Beschwörung eines Jungen von Shub-Niggurath teil. Am Nachthimmel ist der Komet Hale-Bopp deutlich zu sehen. Was er genau in dieser Nacht erlebte und wie es sich auf seine Forschung ausgewirkte, wird wohl nie geklärt werden. Wenige Monate später verließen jedenfalls mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter das Projektteam von Retzlaff. Niemand wollte sich zu eventuellen Vorfällen oder den genauen Gründen für ihr Ausscheiden äußern, alle wirkten jedoch deutlich verstört. Zwei der ehemaligen Mitwirkenden wandten sich sogar nachhaltig von der Genforschung ab und gehören heute im Aktivisten-Umfeld zu erklärten Gegnern jeglicher Genmanipulationen, die auch vor radikalen Aktionen nicht zurückschrecken.


Heute steht der nächste Übergang kurz bevor. Seine zukünftige Hülle hat er nicht nur nach den üblichen medizinischen Gesichtspunkten des Ordens sondern auch nach intensiven gentechnischen Analysen ausgewählt. Diese beinhalten auch das Potential für spätere aktive Verbesserungen …


Dr. rer. nat. DR. MED. Wolfgang August Retzlaff

Gentechniker, Viktorianer, 2-facher Ringträger


2020 ist der große, hagerer Mann mit den stechenden, intelligenten Augen eine gealterte Hülle; eine Hülle, die er bald abzustreifen plant. Sein Bestreben, immer bessere Körper für sich und den Kult zu finden oder gar zu erschaffen, haben in diesen Tagen schon fast manische Züge angenommen.


ST 8 (schwach) KO 12 (unermüdlich) GE 15 (fingerfertig) IN 17 (brillant) EN 16 (willensstark) CH 8 (unangenehm)


Wichtige Fertigkeiten: Buchführung, Bürokratie, Erste Hilfe, Fremdsprache (Englisch, Latein, Griechisch), Medizin (Chirurgie, Gentechnik), Nahkampfwaffen (Säbel), Naturwissenschaft (Biologie), Okkultismus, Pharmazie, Psychologie, Unnatürliches Wissen.


Spzialtrainings: Geheimcodes (IN).


… und noch einige mehr.


Besonderheiten: Mitglied des innersten Zirkels des Ordens der göttlichen Auferstehung, Ring Berlin; Träger von zwei Ringen der Reinkarnation


Viktorianer: Die Viktorianer kommen seit vielen Jahren in Berlin als geschlossene Gesellschaft zusammen. Die rund 50 Mitglieder beschäftigen sich vor allem mit Dingen und Ideen aus der Epoche, die in Großbritannien als das viktorianische Zeitalter bezeichnet wird, also der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Wolfgang August ist eine Art "Ehrenmitglied", die Mitglieder hängen bei den regelmäßig in Gewandungen stattfindenden Treffen und Diskutier-Clubs an seinen Lippen und achten ihn als die absolute Kompetenz für die von ihnen so bewunderte Zeit. Aus seiner Sicht sind sie jedoch nur zweckdienliche Einfallspinsel, die man zum Nutzen des Ordens der göttlichen Auferstehung manipulieren und einsetzen kann.


Zweiter Ring der Reinkarnation: Auf den ersten Blick ein schlichter Eisenring, der mit aufwendigen Gravuren verziert ist. Seine Zusammensetzung deutet auf das enorme Alter des Metalls hin, welches bis in die Frühzeit des Sonnensystems zurückreicht. Eisen dieser Zusammensetzung ist auf der Erde nur aus einem Meteoriten bekannt: Kharga, aus dessen Metall auch die Klinge von Tutanchamuns Dolch gefertig ist. Retzlaff trägt ihn am Mittelfinger der rechten Hand.


Armband des Willens: Siehe oben.

Szenarioaufhänger

  • Eine Gruppe von Gentechnik-Gegnern unter Leitung einer ehemaligen Mitarbeiterin von Retzlaff plant einen Einbruch und Anschlag auf das Forschungslabor von Retzlaff. Die Gruppe kehrt in dieser Nacht nicht zurück und bleibt spurlos verschwunden. Der Einbruch sollte live in Sozialen Medien übertragen werden. Die letzten, verwackelten Bilder der kurzen Aufnahme vor dem Abbruch des Streams zeigen eine mehr als seltsame Kreatur.
  • Am Ufer des Berliner Wannsees wird ein Leiche entdeckt. Durchgesickerten Informationen nach weist der Körper merkwürdige und unerklärliche genetische Anomalien auf. Bei genauerer Untersuchung findet ein ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter von Retzlaff eine auffällige Gensequenz, die von Retzlaff als „Signatur“ in seinen Experimenten benutzt wurde.

Und solange die Sterne für ihn günstig stehen, wird Wolfgang August Retzlaff im Schatten von Shub-Niggurath weiter unter uns wandeln …


Corumel, 2022