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Aufnahmen des Mythos

  • Wingster
  • 12. Mai 2023 um 17:56
  • 1.127 Mal gelesen

Angeregt durch eine Frage in der Kreativ-Ecke des dLG-Discord-Servers, gab es eine schöne Diskussion darüber, ob und wie Foto- bzw. Video-Aufnahmen des Mythos in modernen Settings vermieden werden können oder sollten. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Photo by Jeremy Yap on Unsplash
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Aufnahmen des Mythos
  2. Geht das?
  3. Klappt das?
    1. Proben
    2. Boni und Mali
    3. Misserfolge und Patzer
  4. Was hat das für Folgen?
  5. Glaubt das jemand?
    1. Kulte und das Netzwerk
  6. Wie geht es weiter?

Aufnahmen des Mythos

Angeregt durch eine Frage in der Kreativ-Ecke des dLG-Discord-Servers, gab es eine schöne Diskussion darüber, ob und wie Foto- bzw. Video-Aufnahmen des Mythos in modernen Settings vermieden werden können oder sollten. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Geht das?

Die erste Frage, die sich stellt, ist, ob Bilder von Mythoswesen überhaupt mit modernen Mitteln aufzunehmen sind. Kann man einen Großen Alten mit analogen oder auch digitalen Medien erfassen? Oder werden nur unkenntliche, verwaschene, überbelichtete und komplett schwarze Aufnahmen erzeugt? Kameras (oder Mikrofone) und Mythos funktionieren vielleicht einfach nicht zusammen. Wenn das Aufnahmegerät zu nah dran ist, kommt es zu Interferenzen, das Ergebnis ist Müll.

Als relativ realistische Störmechanismen könnten noch Strahlungen oder EMP-Felder benutzt werden. Die Aufnahmen sind unbrauchbar. Eine mögliche Steigerung wäre, das Aufnahmegerät durch die Präsenz des Mythos zu zerstören. Die Kamera wird sehr heiß, verbrennt vielleicht schließlich. Das würde auch unbrauchbare Videoüberwachungsgeräte, Funk- und Übertragungsstörungen oder Stromausfälle erklären.

Aber warum soll es nicht auf der Kamera sein, es ist ja real!?

In modernen Settings lässt sich der Versuch, ein Wesen oder eine Szene des Mythos zu filmen oder zu fotografieren, schwerlich verbieten. Also müssen die Charaktere auch mit den Konsequenzen leben.

Zitat

Was wissen wir schon von der Welt und dem uns umgebenden Universum? Unsere Mittel, Eindrücke zu empfangen, sind absurd gering, und unsere Begriffe von den uns umgebenden Dingen unendlich eng. Wir sehen die Dinge nur, wie wir sie zu sehen befähigt sind, und können uns keine Vorstellung von ihrem absoluten Wesen machen.

Crawford Tillinghast (Aus dem Jenseits, H.P. Lovecraft)

Klappt das?

Aber auch wenn der Wunsch da ist, gilt es erstmal eine vernünftige Aufnahme zu erzeugen. Das ist auch mit den allgegenwärtigen Smartphones keine selbstverständliche Übung. Zumindest dann nicht, wenn die Charaktere kurz zuvor einen, in vielen Fällen ja erheblichen, Stabilitätsverlust hinnehmen mussten.

Während eines Kontrollverlusts oder in einer akuten Episode wird wohl auch ein sehr abgebrühter Charakter nicht in der Lage sein, eine Fotografie zu erzeugen.

Proben

Ist der Versuch einer Aufnahme aber plausibel möglich, so erfüllt er mit sehr großer Wahrscheinlichkeit trotzdem mindestens eine der Anforderungen für eine Fertigkeitsprobe:

  • Es ist in dieser Situation schwierig, eine Aufnahme zu erstellen. Mit zittrigen Fingern, trotz glimpflicher Stabilitätsprobe, haben selbst Experten Probleme dabei, die Kamera einzustellen.
  • Die Situation ist unübersichtlich. Die Aufnahme muss z. B. unter Zeitdruck oder in einem Kampf erstellt werden.
  • Die Handlung hat ggf. Konsequenzen (siehe unten).

Wie immer entscheidet die Spielleiterin, ob, wann und worauf gewürfelt wird. Mögliche Fertigkeiten für die Probe sind Kunst (Fotografie) oder Überwachen. Bei einem Schnappschuss mit einem Smartphone wird in den meisten Fällen wohl eine Attributsprobe auf Geschicklichkeit nötig sein.

Boni und Mali

Die Spielleiterin entscheidet auch über eventuelle Mali oder Boni auf den Wurf.

Zusätzlich sollten auch besondere Eigenschaften der Wesen berücksichtigt werden, die eine Aufnahme zusätzlich erschweren. Zum Beispiel:

  • Spinnen von Leng (Tarnung bis hin zur Unsichtbarkeit)
  • Flugkraken (nach Belieben unsichtbar)
  • Formlose Jäger (Flackern)
  • Farbe aus dem All (Transzendent)

Misserfolge und Patzer

Beim Fotografieren ist es wie mit dem Autofahren. Natürlich kann jede Person unter normalen Umständen mit dem Smartphone halbwegs vernünftige Fotos machen, wie auch jede Führerscheininhaberin regulär am Straßenverkehr teilnehmen kann. Der Teufel steckt dann aber im Detail. Dazu kommt, dass die Wesen wohl auch nicht unbedingt stillhalten oder sogar posieren werden. Schon mal versucht, einen vorüberfliegenden Vogel abzulichten?

Es kann unter Stress schon am Entsperren des Gerätes scheitern. Wo ist die Kamera-App? Welcher Modus ist eingestellt? Die Aufnahme kann einfach nur verwackelt sein, weil die Belichtungszeit zu lang war und die Kamera zu schnell bewegt wurde. Auch kann ein anderer Charakter im entscheidenden Moment ins Bild laufen. Sind noch lustige Filter aktiv und hat der Ghoul plötzlich rosa Ohren und eine Schweinenase im Gesicht? Der Polaroid-Filter sorgt für einen absolut unauthentischen 80er-Jahre-Look? Das Smartphone fällt runter und zerspringt in seine Teile? All das kann bei einem Patzer schon mal passieren.

Was hat das für Folgen?

Jetzt hat aber alles geklappt und das Bild ist Kasten, bzw. auf der Speicherkarte. Das Grauen ist in hoher Auflösung konserviert.

Das Foto oder Video ist für die betroffenen Charaktere eine Bestätigung, dass das Erlebte tatsächlich real ist. Bei jeder erneuten Betrachtung könnte ein erneuter Stabilitätsverlust drohen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Charaktere die Aufnahmen gar nicht mehr haben möchten und alle Kopien freiwillig vernichten. Auch Administratoren oder automatisierte Bots von sozialen Medien könnten so reagieren. Die gebannten Abscheulichkeiten stellen einen Verstoß gegen die Richtlinien dar und werden gelöscht. Welche Katastrophe würde sich wohl ereignen, wenn die Aufnahmen unkontrolliert geteilt und verbreitet werden?

Denkbar ist natürlich auch, dass die popkulturelle Entwicklung durch den Konsum von Horrorfilmen zu einer Abhärtung geführt hat. Dadurch könnte zumindest bei einigen Menschen eine morbide Faszination für die Aufnahmen entsteht. Die Konsequenzen könnten aber auch hier verheerend sein. „The Ring“ lässt grüßen …

Glaubt das jemand?

Bei Aufnahmen des Mythos besteht auch die Gefahr, dass sie einfach als Fälschungen abgetan werden. In Zeiten von digitaler Bildbearbeitung, KI und Deep-Fakes scheint alles möglich. Die Skepsis gegenüber Aufnahmen wird immer größer. Charaktere, die mit entsprechenden Aufnahmen zur Polizei oder zur Presse gehen, können leicht als Spinner und Wichtigtuer abgetan werden. Der „Beweis“ ist mit viel Mühe gelungen, aber niemand glaubt es.

Kulte und das Netzwerk

Dem gegenüber stehen Kulte und andere Wissende, vielleicht auch Teile des FHTAGN-Netzwerks. Die Echtheit ist für sie keine Frage, sie werden aber alles daran setzen, die Aufnahmen verschwinden zu lassen. Das Netzwerk hat Technologie-Firmen unterwandert und greift über diese ein. Vielleicht ist in einigen Smartphones sogar bereits eine spezielle Technologie integriert, die Aufnahmen des Mythos aktiv verhindert? Gelingt der Zugriff auf die Aufnahmen nicht, werden die Charaktere diffamiert und mit „Gegenbeweisen“ und Fake-News bloßgestellt.

Wie geht es weiter?

Es gibt also viele Möglichkeiten, mit Aufnahmen des Mythos umzugehen. Welche kennt ihr noch? Diskutiert mit auf Discord oder im dLG-Forum, wir sind sehr gespannt!

Basierend auf https://discord.com/channels/42491…920720432111696

Beteiligte (bis jetzt): Ramhotep, Michael|Jaeger.net, Rahel, Case, kuhlste, Eiter, Crimsonking, JaneDoe, wingster.

  • Spielhilfe
  • 2023
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