Bhudaca

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Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

Beschreibung

Bhudaca ist ein räuberisches Tier, das von den alten dunklen Göttern und den wilden Herzen der Menschen entstammt. Seine dunklen Umrisse dehnen sich aus den Schatten und verschmelzen mit ihrem Wesen. Mal erscheint es wölfisch, mal als gewaltiger Hirsch mit wild verzweigtem Geweih, dann wiederum als halbnackter Mensch, mit Knochen, Schädeln und etlichen Skalps behangen. Unabhängig von der Art weisen alle Formen sowohl ein Raubtiergebiss auf, welches sich bei den menschlichen Formen wie ein überbreites Grinsen von Ohr zu Ohr zieht, als auch drei Paar nie blinzelnde, nebelige Ziegenaugen auf. Dutzende weitere Augen wandern wie Geschwülste durch das teerige Fleisch des dunklen Leibes. Allein die Gegenwart eines Bhudaca löst im Menschen zugleich eine urtümliche Angst sowie Sehnsucht aus, weshalb viele erstarren, unfähig sich zwischen Panik und Hingabe zu entscheiden.


Diese alten Wesen lebten schon immer in rohen, urtümlichen Landstrichen, sodass man vermuten mag, sie selbst ließen die Welt um sie herum roh und wild erscheinen und das Leben in ihr dunkel und rasend werden. Heutzutage findet man Bhudaca mitunter in den Betonwäldern größerer Städte und Metropolen, dort mag ein Stadtpark des Nachts und in Gegenwart eines Bhudaca als verwilderter Wald mit dichtem Unterholz erscheinen, der Keller eines verlassenen Hauses als verwinkelte Höhle und ein Friedhof als vergessener Sumpf, in dem die Köpfe unzähliger Menschen auf Spießen ausgestellt sind.


Wie schon seit Urzeiten ziehen sie auch heute Menschen an, die mit unserer Welt nicht mehr mithalten können und der Sehnsucht nach einem intensiveren Leben nachgeben: Zurück zum Tier im Menschen. Zurück zur Magie des schlagenden Herzens der Welt. Dabei entscheidet jedoch nicht die menschengemachte Gesellschaft, wer nicht mehr mithalten kann, sondern das subjektive Gefühl des Einzelnen. So kommt es, dass sich Menschen unterschiedlichster Couleur Bhudaca hingeben und bisweilen sogar Gemeinschaften bilden, die von einem Gefühl des Loslassen und Ankommens geprägt sind und mit dem Aufgeben der Impulskontrolle einhergehen. Individuen, die an der Schwelle der Entscheidung stehen, erscheinen oft cholerisch und werden ohne Grund gewalttätig.


In Gegenden, in welchen Bhudaca lebt, verspüren die Menschen die überwältigende Präsenz des Alten aus den Tiefen der Welt und beginnen vergessene Götter anzubeten und Rituale zu praktizieren, die gegen alle uns bekannten Gesetze verstoßen. Bhudaca ist die Frage, welche Moral die richtige ist oder ob es so etwas wie Wahrheit überhaupt gibt.


Bhudaca sind jedoch weit mehr als eine bloße Präsenz, die Sehnsucht und Angst verbreitet, mehr als die Idee einer anderen Art des Zusammenlebens und mehr als korrumpierender Einfluss. Bhudaca zeigen alle Aspekte eines Lebewesens. Sie müssen Nahrung aufnehmen und wollen sich fortpflanzen, sie sind verwundbar und sterben. Und ihre Körper werden von Knochen gehalten, dies lassen zumindest einige Skelettfunde vermuten, die keinem bekannten Wesen zugeordnet werden können und anmuten, als wären unterschiedliche Tiere und Menschen zusammen begraben worden. Bhudaca ernähren sich einerseits von der gedanklichen Struktur menschlicher Gesellschaften und andererseits von Fleisch: Sie jagen ihre Beute erbarmungslos, wobei sie sich ungesehen von Schatten zu Schatten und in verborgenen Winkeln bewegen. Sie können hinter einem Baum verschwinden und hinter einer Mülltonne zwei Straßen entfernt wieder hervorkriechen. Der kalte Schauer auf unserem Rücken, der uns zum Umschauen gemahnt um sicherzugehen, dass wir alleine die dunkle Straße entlangwandern, sollte uns laufen lassen, gerade wenn wir Niemanden erblicken.


Attribute (Tierform):

ST 26 KO 18 GE 12 IN 9 EN 19

TP 22 WP 19


Attribute (Menschenform):

ST 19 KO 18 GE 16 IN 15 EN 19 CH 14

TP 19 WP 19


Größenkategorie: Mittelgroß.


Panzerung: 3 Punkte dickes Fell und zähe Haut (Tierform); 1 Punkt zähe Haut (Menschenform).


Angriffe (Tierform): Biss 60%, Schaden 2W6.


Angriffe (Menschenform): Angriff mit Keulen/Messern 40%, Schaden 1W6+3.


Fertigkeiten: Athletik 50%, Suchen 50%, Wachsamkeit 60%, Heimlichkeit 60%.


Betörend und verstörend: Bhudaca wirken bereits über ihre Präsenz, egal ob menschlich oder tierisch. Wer sich in der Nähe eines Bhudaca aufhält fühlt dessen Anwesenheit als eigentümliche Urangst und Sehnsucht zugleich. Der Anblick eines Bhudaca löst hingegen Panik und Hingabe aus, um Handeln zu können muss eine EN×5-Probe bestanden werden.


Gedankenkontrolle: Mit diesem Kreaturenmerkmal kann das Wesen anderen seinen Willen aufzwingen. Dies geschieht mittels Hypnose, Pheromonen, Infraschall oder Gedankenübertragung. Einmal pro Runde kann das Wesen zusätzlich zu seiner Aktion einem anderen Wesen einen Befehl geben. Gewinnt das Wesen eine vergleichende EN-Probe gegen das Ziel, muss das Ziel dem Befehl des Wesens folgen.


Gestaltwandler: Das Wesen kann das Aussehen verändern, prominent sind Raubtiere und halbnackte, wilde Menschen.


Schattenläufer: Bhudaca können sich von einem dunklen Schatten zum nächsten bewegen, ohne dazwischen in Erscheinung zu treten. Sie können dabei Entfernungen von bis zu 50 m überbrücken.


Raserei (Menschenform): Das Wesen kann gleich zwei Nahkampfangriffe mit einem Malus von -20% ausführen.


Unnatürliche Stärke (Tierform; +6): Das Wesen besitzt eine unnatürlich hohe Stärke.


Festnageln: Bei einem erfolgreichen Angriff durch das Wesen wird das Ziel festgenagelt. Dabei kann je nach Wesen zusätzlich auch Schaden verursacht werden. Wie das Festnageln genau aussieht, hängt von der Beschaffenheit des Wesens ab. Bei großen, sehr großen und extrem großen Wesen kann man dem Festnageln nur durch Ausweichen entgehen.


Unnatürliche Erkenntnis: Eine Begegnung mit diesem Wesen erhöht das Unnatürliche Wissen des Charakters zwangsläufig um +1W6, da dem Betrachter mit eindringlicher Wucht bewusst wird, dass sein Leben eine Lüge war, die seine eigene wahre, tierische Natur zu überdecken suchte, um irgendwie in diese Zeiten zu passen.


Stabilitätsverlust: 1/1W8 STA.


Yog-Sothothery: Bhudaca können auch die Gestalt größerer Tiere annehmen, wie z. B. Büffel oder Elefanten, dann sollten die ST & KO entsprechend erhöht werden und das Kreaturenmerkmal Massiv angewandt werden.

Szenarioaufhänger

  • Teil I - Das Gerücht eines Wolfes, der im Stadtpark umgeht, macht die Runde. Hunde sollen gerissen und einige Obdachlose verschwunden sein. Als Prolog auf Teil II können die Charaktere als Parkbesucher Bhudaca begegnen und eventuell als Opfer enden, dass dann das weitere Szenario in Gang bringt.
  • Teil II - Zwei Streifenpolizisten sind bei einem Angriff zur Stelle, können das/die Opfer jedoch nicht retten. Die beiden Beamten forderten Verstärkung an und wurden in desaströsem Zustand gefunden: Die Überlebende lag zuckend im Blut ihres zerfetzten Kollegen, nur wenige Schritte neben dem was von dem Jugendlichen noch übrig war - sein Kopf, an dem noch eine Schulter samt Arm hing. Die Polizistin berichtet von einem gigantischen Untier. Trotz dieser grausigen Tode finden sich noch während der Ermittlungen eine erstaunlich bunte Gruppe von Menschen zusammen, die sich im Park niederlassen und den Wolf bis aufs Blut verteidigen.
  • In einer durch die Lande fahrenden „Freak-Show“ wird hinter verschlossenen Türen (alternativ: auf einer auf Bizarres spezialisierten Webseite) und gegen Geld ein Jugendlicher vorgeführt, der angeblich vor einigen Jahren in der Wildnis des Dschungels Südamerikas gefunden wurde. Er wurde, so die theatralisch erzählte Geschichte zu seiner Person, in einen wild und ohne jegliche soziale Regeln lebenden Gruppe hineingeboren. Als er aufgefunden wurde, ernährte er sich von den Überresten der anderen, auf schreckliche Weise zu Tode gekommenen Mitgliedern. Er bewegt sich größtenteils auf allen Vieren und ernährt sich bevorzugt, auf absurde Weise vorzeigbar, von rohem Fleisch. Er scheint sich mit seiner Gefangenschaft arrangiert zu haben, doch dann kommt anscheinend etwas, um ihn zu befreien.