Die Enklave

Ein unmöglicher Ort wartet auf Entdeckung.

– Nach einer Idee von Ute, 2018

Ostseite der Anden. Regenarm und sehr steinig/felsig und äußerst karg. Abgelegenes Hochtal. Bislang unerforscht.

Biologinnen und Geologinnen

Ein Wald aus riesigen, uralten Bäumen unbekannter Pflanzfamilie, sonst keine Pflanzen (Gras etc.), nur bloßer Fels, einige Stellen Geröllbeladen.

Forscherinnen errichten Basislager an diesem unwirklichen Ort. Eigentlich dürfte es diesen Wals nicht geben - es ist viel zu felsig und trocken. Oder gibt es besondere geologische Gegebenheiten, die ihn ermöglichen? Was ist das für eine seltsame unbestimmbare Baumart? Wie kann es sein, dass es dort nur diese eine Baumart gibt, aber keine anderen? Pflanzen (Gräser, Büsche, etc.) oder gar Tiere (keine Vögel, Nagetiere, nicht einmal Insekten).

Die Forschungen gehen voran. Nachts seltsame Geräusche im Untergrund. Geräusche von sich bewegendem Geröll. Stein- und Geröllhaufen, die sich leicht zu verändern scheinen. Schatten und Bewegungen, Dinge verschwinden spurlos.

Uralte Wesen leben dort in einer (letzten?) Enklave. Sie leben in Symbiose mit den Bäumen, unter ihnen in einem ausgeklügelten Höhlensystem. Die Zugänge liegen unter Geröllhaufen versteckt. Sie brauchen diese Stoffe, die die Bäume produzieren, dafür pflegen sie die Bäume. In den Höhlen gibt es Wasserreservoirs, die die Bäume in dieser sonst lebensfeinflichen Landshcaft speisen. Nachts verlassen sie ihre Höhlen, um die Bäume von Schädlingen (z. B. Insekten) zu befreien. Auch Vögel oder Hirsche, die sich in das Hochtal berirrt haben, werden gerne gefangen und ihre organische Substanz zu Dünger verarbeitet.

Schafft das Forscherteam es rechtzeitig sich ihrer Faszination für diesen unmöglichen Ort zu entziehen, wissenschaftlichen Ruhm auszuschlagen, die Gefahr zu erkennen und nicht selbst als potentieller Schädling und Dünger zu enden?