Begegnungen

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Zufallsbegegnungen, die zu Geschichten werden können.

– Et al., 2021

Ihr habt eine der hier aufgeführten Begegnungen aufgegriffen? Eine Geschichte, einen ausgebauten NSC oder ein Szenario daraus gemacht? Dann meldet euch im Forum bei uns! Wir nehmen eure Beiträge gerne als eigenständige Fragmente auf und ergänzen diese Liste mit neuen Ideen für kurze Begegnungen, für die wir natürlich auch immer offen und dankbar sind!

W10 Begegnung
1 Sahana Joshi
Eine Straßenkünstlerin, gehüllt in wabernde bunte Gewänder, die riesige Bauwerke aus knallbunten, spiegelnden Dominosteinen errichtet und dabei, ab und an, unverständliche Stoßgebete vor sich hinmurmelt. Aus bestimmten Winkeln scheint sich eine andere Welt in den unzähligen Facetten der glänzenden Steine zu spiegeln. Im Gespräch gibt sie „ihr Geheimnis“ preis: Solche Bauwerke lassen sich nur mit dem Beistand der Götter errichten. Welche Götter das wohl sein mögen? Welche Welten wohl hinter den Steinen liegen?
2 Jeremiah Berenbaum
Ein gehetzt wirkender Mann, dem auch mehrfach begegnet werden kann, wobei er jedes Mal ein anderes Alter zu haben scheint - nicht nur subtile, sondern deutliche Altersunterschiede. Er kann auch in unterschiedlichen Szenarien und in unterschiedlichen Zeiten auftauchen. Er scheint stets auf der Flucht und der Suche nach einem Versteck. Er hat Zugang zu den Traumlanden und ist dort im Besitz eines Artefaktes, dass ihn durch Raum und Zeit trägt. Er hat die Großen Alten verärgert und versucht sich vor ihnen zu verstecken. Das alles rüttelt an seinem Verstand und je älter er ist, desto verworrener wirkt er - im hohen Alter steckt er stets gleichzeitig in unserer Welt und den Traumlanden.
3 Naruto Hirudo [Naruto bedeutet „verborgene Kraft“, Hirudo bezeichnet die Gattung der Blutegel]
Ein junger Mann, in guter, eleganter, leicht abgetragener Kleidung, der mit seinem Gefährt (je nach ES) durch die Lande zieht und Tinkturen und Aderlass mittels Blutegeln anbietet. Letztere züchtet er in großen Gläsern und verspeist sie direkt nach dem Aderlass.
Den Charakteren sagt er direkt auf den Kopf zu, welche Krankheiten sie haben und welche seiner Tinkturen helfen, und dass ein Aderlass nie schaden kann.
Was er mit dem Verspeisen der Blutegel und der Aufnahme des Blutes seiner Patienten bezweckt, wird vielleicht nie ans Licht kommen.
4 Unbekannte Frau
Eine Frau unbekannten Alters, in Lumpen gehüllt, alle ihre Habseligkeiten in einem Einkaufswagen vor sich herschiebend. In Großstädten ja leider keine Seltenheit. Aber genau diese Frau haben wir doch schon in ganz verschiedenen Städten gesehen, oder? Dieser Blick, er ist aufgeweckt und klar, neugierig und irgendwie… wissend. Letztens sind wir ihr in eine schäbige Seitenstraße gefolgt, als wir wenige Sekunden nach ihr um die Ecke gebogen sind, war sie wie vom Erdboden verschwunden, nur ihr Einkaufswagen stand noch da…
5 Evelin Iossokanidou
Eine junge Frau, die sehr besonnen, fast wie in einem Schwebezustand wirkt; immer leicht abwesend. Ihre Kleidung ist sauber und ordentlich, aber von schlechter Qualität, billig hergestellt und billig eingekauft. Sie geht umher und spricht unterschiedliche Menschen an und bitte sie eine Strähne ihres Haares abschneiden und mitnehmen zu dürfen - sie fragt nur Menschen ohne gefärbte Haare. Stimmen die Befragten zu, so trennt sie die Haare mit einer Kupfernen Schafschere behutsam ab und fügt sie Bündeln weiterer Haare bei, die sie in einem Stoffbeutel bei sich trägt. Die Haare sind feinst säuberlich nach Farben sortiert.
6 Hermann Sieber
Ein älterer Mann in einfacher Bauernkleidung, er wirkt leicht altertümlich; so als käme er aus einem Landstrich, in dem selbst das 20. Jhd. noch keinen Einzug gehalten hat. Sein gesamter Körper wirkt leicht verdreht, wie ausgewrungen. Er hinkt, hat einen Buckel und seine Arme sehen aus, als hätten sie ein Gelenk zu viel und übergroße Muskeln an den falschen Stellen - oder riesigen Geschwüre. Er sammelt Spenden und wirbt Helfer für die Feldarbeit und die Wintermonate an. Dabei gibt er sich schüchtern und traurig, blickt erschöpft in die Ferne, wenn die Menschen an ihm vorrübergehen.
7 Kultsy
Ein unbekannter Street-Art-Künstler, der in seinem ganz eignen, individuellen Stil kleinere und größere „Tags“ und auch grafische, aber doch irgendwie organisch wirkende Bilder überall auf der Welt hinterlässt. Dabei nutzt er meist klassische Sprühfarbe, es wurden aber auch schon andere Substanzen von ihm verwendet, die sich weder eindeutig identifizieren noch mit herkömmlichen Mitteln entfernen ließen. Auf die Bewohner der von ihm verzierten Häuser und die seine Kunst regelmäßig betrachtende Passanten haben seine Zeichen seltsame Auswirkungen, die manchmal erst nach längerer Zeit offensichtlich werden.
8 Aika Silmukka
Eine antiquiert wirkende Dame, die mit einer rot-goldenen Taschenuhr in der Hand angetroffen werden kann. In kurzen, prägnanten und präzisen Bewegungen konsultiert sie ihre Uhr und die Umgebung und macht sich dann resolut in eine Richtung auf den Weg. Trifft ihr Blick den der Charaktere oder folgen diese ihr und werden bemerkt, so erfahren sie ein Déjà-vu, indem es so erscheint als hätten sie die letzten 10 Sekunden geraden eben schon einmal erlebt. Die Dame hingegen hat sich ein gute Stück weiterbewegt.
9 Binar Codul
Ein junger Mann mit überbordend guter Laune, Kopfhörern (je nach ES), klackernden Schuhen und schnalzenden Fingern, der pfeifend und summend auf der Straße umhertanzt. Sehr aufmerksame, mathematisch begabte oder in der Signaltechnik versierte Charakteren fällt auf, dass jeweils zwei seiner „Rhythmik-Instrumente“ (Klackern, Schnalzen, Pfeifen und Summen) zusammen einen Binär- oder Morsecode (oder beliebige Andere) ergeben. Bei einer Dechiffrierung kann festgestellt werden, dass er …
… sich über die beiden Codestränge mit sich selbst unterhält.
… er eine Nachricht an den entschlüsselnden Charakter persönlich übersendet.
… er Polizeifunk codiert. Ein Verbrechen, dass übermorgen stattfinden wird.
10 Die Prophetin
Eine junge Frau, die auf den Litfaßsäulen und freien Werbeflächen der Stadt großformatige, handgeschriebene Botschaften hinterlässt. Es handelt sich um Zitate aus der Bibel - meist aus der Offenbarung - sowie sich wiederholende Zitate aus unbekannten, meist in alten oder fremdartigen Sprachen verfassten Büchern. Auch wenn viele der Texte nicht verständlich sind, haben sie auf vorbeigehende Passanten eine unangenehme Wirkung. Die Stadt und Betreiber der Werbeflächen schaffen es seit Jahren nicht, die Prophetin von ihren Botschaften abzuhalten. Einige fremdartige Textpassagen tauchen in letzter Zeit vermehrt überall in der Stadt auf. Oft sieht man Menschen minutenlang wie gebannt vor ihnen stehen.

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